Methodik

Wie gerechnet wird, welche Annahmen gelten und woher die Quellen stammen.

Methodik

Haarscharf gerechnet vergleicht das Vermögen nach der gewählten Zeit. Wer kauft, hat Immobilienwert minus Restschuld. Wer mietet, hat ein Depot. Gerechnet wird monatlich. Standardmäßig sind alle Beträge nominal, also nicht inflationsbereinigt. Auf Wunsch rechnet die Seite auf heutige Kaufkraft um.

Kaufen

  • Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer des Bundeslandes plus Maklerprovision plus Notar und Grundbuch. Sie werden aus Eigenkapital und Darlehen bezahlt und erhöhen den Wert der Immobilie nicht.
  • Darlehen: Kaufpreis plus Nebenkosten minus Eigenkapital. Die Monatsrate ist Darlehen mal Zins plus Tilgung, geteilt durch 12, und bleibt konstant.
  • Zinsen: Monatszins ist Restschuld mal Zinssatz geteilt durch 12. Nach der Zinsbindung gilt der Anschlusszins bei gleicher Rate. Reicht die Rate nicht für die Zinsen, werden diese trotzdem voll gezahlt.
  • Wert und Kosten: Der Immobilienwert wächst mit der gewählten Jahresrate, monatlich verteilt. Die Instandhaltung ist ein Prozentsatz des jeweiligen Gebäudewerts pro Jahr, also Immobilienwert mal Gebäudeanteil (voreingestellt 1,3 % bei 75 % Gebäudeanteil, der Regler zeigt, was das in Euro im Monat heißt). Die Nebenkosten steigen mit 2 % pro Jahr.
  • Verkauf am Ende (Standard: aus): Ist der Schalter aus, wohnst du weiter im Haus und der Immobilienwert zählt voll. Ist er an, werden die Verkaufskosten in Prozent vom Verkaufswert abgezogen, so als würdest du zum jeweiligen Zeitpunkt verkaufen. Bei durchgehender Selbstnutzung ist der Gewinn in der Regel steuerfrei (§ 23 EStG). Das ist nicht gesondert modelliert, im Einzelfall bitte prüfen.

Quellen zur Instandhaltung

  1. Interhyp: Instandhaltungskosten einer Immobilie (Ratgeber, veröffentlicht am 04.07.2025): Als gängige Faustregel gelten 1 bis 1,5 % vom Gebäudewert (ohne Grundstück) pro Jahr, im Beispiel 340.000 € Gebäudewert gleich 5.100 € im Jahr oder 425 € im Monat. Der Verband Privater Bauherren empfiehlt mindestens 1 € pro Monat und m² Wohnfläche, bei schlechtem Zustand können bis 5 € sinnvoll sein. Die Peterssche Formel rechnet mit dem 1,5-fachen der Baukosten über 80 Jahre. Neubauten brauchen anfangs wenig, ältere Häuser früher mehr. Die Quelle nennt keinen Prozentsatz vom Kaufpreis und keinen Zahlenwert für den Alterseffekt.
  2. Gebäudeanteil am Kaufpreis (voreingestellt 75 %): eigene Annahme, nicht belegt. Der Anteil hängt stark von der Lage ab, weil der Grundstückswert den Kaufpreis in gefragten Gegenden deutlich mitbestimmt. Den echten Anteil kannst du aus dem Kaufvertrag oder der Kaufpreisaufteilung deiner Bank oder deines Steuerberaters nehmen, einen Anhalt für den Bodenwert geben die Bodenrichtwerte des örtlichen Gutachterausschusses.
  3. Der Rechner nimmt den Prozentsatz als konstant über die ganze Betrachtungszeit und ohne Altersaufschlag. Einzelne große Posten (Dach, Heizung, Fenster) fallen in der Realität ungleichmäßig an, dafür gibt es den Regler „Größere Sanierung, einmalig“.

Mieten

  • Kaltmiete und Nebenkosten: Die Miete steigt jährlich um den gewählten Satz, die Nebenkosten um 2 %.

Monatsübersicht

  • Die Übersicht „Was dich monatlich kostet“ zeigt die Werte des ersten Monats, nicht den Durchschnitt über die gesamte Zeit.
  • Darlehensrate: Zins und Tilgung zusammen, bleibt konstant. Nach der Zinsbindung ändert sich nur die Aufteilung zwischen Zins und Tilgung. Ist das Darlehen getilgt, entfällt die Rate.
  • Instandhaltung: Im ersten Monat der Prozentsatz vom Gebäudewert (Kaufpreis mal Gebäudeanteil) geteilt durch 12. In der Langzeitrechnung bezieht er sich auf den jeweils aktuellen Immobilienwert mal Gebäudeanteil und wächst mit der Wertsteigerung. Quellen und Annahmen stehen weiter unten unter „Quellen zur Instandhaltung“.
  • Nebenkosten und Miete: Die Nebenkosten steigen in der Langzeitrechnung mit 2 % pro Jahr, die Miete mit dem gewählten Satz.
  • Aktieninvest: Im Modus „Differenz anlegen“ der Betrag, der die günstigere Seite auf das Niveau der teureren bringt. Im Modus „Eigene Sparrate“ deine gewählte Sparrate.
  • Prozentwerte beziehen sich auf das Haushaltsnettoeinkommen. Strom, Internet und andere Lebenshaltungskosten sind nicht enthalten.

Depot

  • Differenz anlegen: Das Eigenkapital ist die Startsumme. Wer monatlich weniger zahlt, legt die Differenz an. Das gilt auch für den Käufer, falls Kaufen günstiger ist als Mieten.
  • Eigene Sparrate: Startsumme und feste Sparrate legst du selbst fest. Das Eigenkapital kannst du optional als zusätzliche Startsumme zuschalten.
  • Rendite: Jährliche Rendite wird in gleichwertige Monatsrenditen umgerechnet. Einzahlungen erfolgen am Monatsende. Kursschwankungen sind nicht abgebildet, die Rendite ist ein konstanter Durchschnitt.
  • Steuer auf Depot-Gewinne (Standard: an): Der Gewinn, also Depotwert minus eingezahlte Beträge, wird mit dem gewählten Satz besteuert, so als würdest du zum jeweiligen Zeitpunkt verkaufen. Der Satz gilt für beide Seiten, auch für das Depot des Käufers. Voreingestellt sind 18,5 %: 25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Soli ergeben 26,375 %, bei einem Aktien-ETF sind durch die Teilfreistellung nur 70 % davon steuerpflichtig. Für Einzelaktien gelten rund 26,4 %. Verluste bleiben steuerlich unberücksichtigt.
  • Nicht abgebildet bei der Steuer: Vorabpauschale (verschiebt nur den Zeitpunkt der Steuer), Sparer-Pauschbetrag (würde die Steuer mindern), Kirchensteuer und Verlustverrechnung.
  • Kaufkraft (Standard: aus): Ist der Schalter an, wird jeder Wert nach t Jahren durch (1 + Inflation) hoch t geteilt. Nur die Anzeige wird umgerechnet, die Eingaben wie Miete und Zins bleiben unverändert.

Zusatzfunktionen im Ergebnisbereich

  • Jede Zeile ändert genau eine Annahme um den angegebenen Betrag und lässt alles andere unverändert. Die Liste zeigt, wer danach vorne liegt, und ist nach der Stärke der Wirkung sortiert. Sie ist eine Sensitivitätsprüfung, keine Prognose.
  • Wo das Ergebnis kippt: Die Seite sucht per Intervallhalbierung den Wert einer Annahme (Depot-Rendite, Wertsteigerung, Kaltmiete), bei dem Kaufen und Mieten gleichauf liegen, und lässt alles andere unverändert. Gibt es im geprüften Bereich keinen Gleichstand, steht dort, wer durchgehend vorn liegt.
  • Haarscharf: Liegt der Unterschied beider Vermögen unter 2 % des höheren Werts, nennt die Seite keinen Sieger, sondern „praktisch gleichauf“. Bei so kleinen Abständen ist jedes Modell überfordert.
  • Unsicherheit zeigen: Das Band um die Kaufen-Linie entsteht bei einer um 1,5 Prozentpunkte niedrigeren und höheren Wertsteigerung, das Band um die Mieten-Linie bei 2 Prozentpunkten weniger und mehr Depot-Rendite. Es ist eine Spannbreite zur Orientierung, kein Konfidenzintervall.
  • Zeitraffer: Spielt den berechneten Verlauf Jahr für Jahr ab. Es kommen keine neuen Daten hinzu.
  • Ergebnis als Bild: Erzeugt im Browser ein Bild mit Ergebnis, Verlauf, den wichtigsten Eingaben und dem Hinweis auf die Modellrechnung. Es wird nichts an einen Server gesendet.

Nicht enthalten

  • Vorabpauschale, Sparer-Pauschbetrag, Kirchensteuer, Verlustverrechnung
  • Steuerliche Fristen beim Verkauf, etwa bei nicht selbst genutzten Immobilien
  • Sondertilgungen, Vorfälligkeitsentschädigung, Förderungen und Zuschüsse
  • größere Sanierungen und veränderte Lebensumstände. Inflation wirkt nur, wenn du die Kaufkraft-Anzeige einschaltest, und dann nur auf die Anzeige.

So liest du das Ergebnis

Die Annahmen sind keine Prognosen. Besonders Wertsteigerung, Depotrendite und Zinsen bewegen das Ergebnis stark, probiere deshalb mehrere Szenarien aus. Planungssicherheit und Gestaltungsfreiheit beim Kaufen oder Flexibilität beim Mieten stecken nicht in den Zahlen.

Neue Funktionen im Rechenmodell

  • Sparer-Pauschbetrag: Optional im Detail-Modus. Er mindert den steuerpflichtigen Gewinn einmalig beim gedachten Verkauf, bei Käufer und Mieter gleich. Voreingestellt ist 0 Euro. Für Einzelpersonen gilt gesetzlich ein Freibetrag von 1.000 Euro, für Paare 2.000 Euro. Er gilt für alle deine Kapitalerträge zusammen, also auch Zinsen und Dividenden außerhalb dieses Modells.
  • Nicht modelliert: Vorabpauschale, Kirchensteuer, Verlustverrechnung und Teilfreistellung als eigener Posten. Die Teilfreistellung steckt im voreingestellten Satz von 18,5 Prozent, den du anpassen kannst.
  • Sondertilgung: Einmal pro Jahr (jeweils im Januar der Laufzeit) fließt der gewählte Betrag zusätzlich in die Tilgung. Die Restschuld sinkt schneller, die Zinsen werden entsprechend geringer berechnet. Eine Vorfälligkeitsentschädigung ist nicht eingerechnet, die meisten Darlehen erlauben Sondertilgungen nur bis zu einer Grenze.
  • Sanierung / Rücklage: Eine einmalige Ausgabe im gewählten Jahr. Im Modus „Differenz anlegen“ mindert sie die Sparsumme, im Modus „Eigene Sparrate“ das Depot. Reicht das Depot nicht, wird der fehlende Betrag wie ein verzinster Kredit behandelt.
  • Zinsanstiegs-Stresstest: Zeigt, wie sich das Ergebnis ändert, wenn der Zins nach Ende der Zinsbindung um 1, 2 oder 3 Prozentpunkte höher liegt. Das ist ein Szenario, keine Vorhersage.
  • Brücke Haushalt zu Hauskauf: Aus dem Rest nach den Fixkosten wird eine monatliche Belastung abgeleitet, die als Orientierung für einen Kaufpreis dient (Annuität aus Zins plus Tilgung, rückwärts gerechnet). Als Faustregel gilt dabei, dass die Gesamtbelastung für Wohnen nicht dauerhaft deutlich über etwa 35 Prozent des Nettoeinkommens liegen sollte. Das ist eine Daumenregel, keine Bankprüfung.
  • Sparplan, Tilgungsplan, Notgroschen: Sparplan mit monatlicher Verzinsung (Monatszins als zwölfte Wurzel der Jahresrendite), Tilgungsplan als Annuität mit konstantem Zins und Notgroschen als Ziel in Monatsausgaben. Alle drei laufen mit denselben Rechenfunktionen wie der Hauskauf-Rechner.
  • Automatische Tests: Die Datei haarscharf-tests.js prüft Rechenkern und Formeln gegen unabhängige Formeln (zum Beispiel Restschuld, Endwert, Steuer). Sie läuft mit Node auf deinem Rechner und braucht keine Zusatzpakete.

Auto-Rechner (Luft)

Der Auto-Rechner vergleicht zwei Fahrzeuge über dieselbe Haltedauer. Für jedes Fahrzeug gilt: Gesamtkosten = Anschaffung bzw. Raten + Energie + Kfz-Steuer + Versicherung + Wartung + Sonstiges − Förderung und THG-Prämie + Kapitalkosten − Restwert. Alle Zahlungen werden monatlich gerechnet. Die Kapitalkosten sind das, was das gebundene Geld im Depot erwirtschaftet hätte, mit derselben Rendite und Steuer wie im Hauskauf-Rechner. Wer weniger Geld im Auto bindet, etwa mit Leasing oder Abo, bekommt diesen Vorteil gutgeschrieben.

  • Barkauf: Kaufpreis plus Überführung am Anfang, Restwert am Ende (degressiver Wertverlust pro Jahr, für beide Fahrzeuge gleich voreingestellt).
  • Finanzierung: Anzahlung, Annuität aus Effektivzins und Laufzeit, optional Schlussrate. Ist die Haltedauer kürzer als die Laufzeit, wird die Restschuld am Ende getilgt.
  • Leasing: Sonderzahlung, Raten, Mehr- und Minderkilometer, Rückgabekosten. Ist die Haltedauer länger als der Vertrag, rechnet der Vergleich mit gleichen Anschlussverträgen. Kein Restwert.
  • Abo: Rate und Aktivierungsgebühr. Versicherung, Kfz-Steuer und Wartung sind enthalten, Energie nicht. Die THG-Prämie wird nicht angerechnet.
  • Energie: Verbrauch × Preis. Beim Elektroauto mischt der Rechner Haushaltsstrom und öffentliches Laden nach deinem Ladeanteil. Energiepreise steigen mit der Inflation plus einem optionalen realen Aufschlag.
  • Kfz-Steuer: Verbrenner nach Hubraum und CO₂ (§ 9 KraftStG) oder als eigene Angabe. Elektroautos sind neun Jahre befreit, danach zahlen sie nach Gewicht.
  • Förderung: optional, nur für Elektroautos im Eigentum, nur bei mindestens drei Jahren Haltedauer (Haltefrist 36 Monate). Der Rechner unterstellt, dass der Fördertopf nicht ausgeschöpft ist. Ob Leasing förderfähig ist, prüfst du bitte selbst, der Rechner berücksichtigt die Förderung nur beim Kauf.
  • Nicht modelliert: Dienstwagen und 1-Prozent-Regel, Plug-in-Hybride, Sonderfälle der Kfz-Steuer, Verlustgeschäfte beim Verkauf, Kosten der Rückgabe über die Pauschale hinaus, Schäden und Unfälle.
  • Restwert: die größte Unsicherheit. Es gibt keine verlässliche Prognose, junge gebrauchte E-Autos verloren zuletzt deutlich an Wert. Prüfe deshalb im Abschnitt „Was wäre, wenn“, wie stark das Ergebnis vom Wertverlust abhängt.

Die Voreinstellungen stammen vom ADAC und gelten für den BMW X2 sDrive20i und den BMW iX2 eDrive20. Jede Quelle mit Stand steht auf der Seite des Auto-Rechners. Als Plausibilitätsprüfung rechnen die Tests den ADAC-Vergleich vom April 2026 (15.000 km, 5 Jahre, Sprit 1,92 €/l) nach: Der Rechner liegt für den X2 bei 91,6 ct/km (ADAC 81,1) und für den iX2 bei 79,8 ct/km bei 35 ct pro kWh (ADAC 76,4). Er liegt höher, weil er Kapitalkosten einrechnet und mit Alltagsverbrauch statt Herstellerangabe rechnet, beim Benziner etwas stärker. Das Ergebnis des ADAC-Vergleichs, dass der iX2 bei diesem Strompreis günstiger ist, bestätigt der Rechner.

Kinder-Sparplan (Wasser)

Der Kinder-Sparplan rechnet eine monatliche Rate (am Monatsende) mit optionaler jährlicher Steigerung, einem Startbetrag und Geldgeschenken am Jahresende bis zu einem festen Alter. Die Steuer fällt so an, als würde am Ende alles in einem Jahr verkauft: Steuersatz × (Gewinn × (1 − Teilfreistellung) − steuerfreier Betrag). Voreingestellt ist nur der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 €. Hat das Kind sonst keine Einkünfte und gibt es eine NV-Bescheinigung, sind bis zu 13.384 € pro Jahr steuerfrei, dann fällt bei einem Verkauf in kleinen Teilen oft keine Steuer an. Die Rendite wird durch die Anlageform voreingestellt (Tagesgeld 2 %, Mischfonds 4 %, Aktien-ETF 6 % pro Jahr nach Kosten) und bleibt in jedem Jahr gleich. Echte Kurse schwanken stark, Weltaktien verloren in einzelnen Krisen bis etwa die Hälfte ihres Werts.

  • Mehrere Kinder und Kindergeld: Bis zu fünf Kinder mit gleichem Plan und gleichem Alter. Der Schalter „Kindergeld automatisch investieren“ legt für jedes Kind 259 € pro Monat (oder den gewählten Anteil) zusätzlich zur eigenen Rate an. Weil Freibeträge und Teilfreistellung pro Kind gelten, ist das Gesamtergebnis exakt das Vielfache eines Kindes. Unterschiedliche Alter sind nicht modelliert.
  • Was wäre, wenn: Rate, Rendite, späterer Beginn und Kindergeld als Rate werden einzeln durchgerechnet. Die Zeile „Erst 6 Jahre später beginnen“ zeigt, was Warten kostet.
  • Liegen lassen: ein Gedankenspiel mit gleicher Rendite bis zum Alter 67, ohne weitere Einzahlungen.
  • Nicht modelliert: Vorabpauschale, Frühstart-Rente (vom Bundestag am 16.10.2026 beschlossen, das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen), Kinderfreibetrag und Kindergeld-Auswirkungen, BAföG und Familienversicherung. Das Depot gehört rechtlich dem Kind, die Schenkung ist nicht rückgängig zu machen.

Uhren-Rechner (Feuer)

Der Uhren-Rechner rechnet die Vollkosten einer Uhr über die Haltedauer: Kaufpreis und Nebenkosten + Service + Versicherung + Zubehör + Kapitalkosten − Verkaufserlös. Der Marktwert entwickelt sich mit der angenommenen jährlichen Wertentwicklung, vom Kaufpreis nach einem optionalen sofortigen Wertverlust. Die Versicherung wird als Prozentsatz des aktuellen Marktwerts berechnet, der Service fällt in festen Abständen an (ein Service direkt am Ende der Haltedauer zählt nicht). Die Kapitalkosten sind wie beim Auto das, was das gebundene Geld im Depot erwirtschaftet hätte, mit derselben Rendite und Steuer wie im Hauskauf-Rechner. Aus den Gesamtkosten folgen Kosten pro Jahr, pro Monat und pro Tragetag.

  • Kippunkt: Der Rechner nennt die jährliche Wertentwicklung, bei der die Uhr unterm Strich nichts kostet, und zeigt die Kosten pro Jahr nach Haltedauer.
  • Unsicherheit: Die Wertentwicklung ist die größte Unbekannte. Der Markt für gebrauchte Luxusuhren lag Anfang 2025 etwa 24 % unter dem Höchststand von 2022. Die Voreinstellung von 0 % ist eine neutrale Annahme, keine Prognose.
  • Nicht modelliert: Steuer auf Verkaufsgewinne (nach mehr als einem Jahr in der Regel steuerfrei, innerhalb eines Jahres gilt eine Freigrenze von 1.000 €), Zoll, Fälschungs- und Zustandsrisiken, der Genuss der Uhr.

Dienstrad-Rechner (Luft)

Der Dienstrad-Rechner vergleicht das Leasing per Gehaltsumwandlung mit dem Barkauf über die Laufzeit. Beim Leasing wird die Bruttorate vom Gehalt abgezogen und senkt Lohnsteuer und Sozialabgaben, dafür kommt der geldwerte Vorteil dazu: monatlich 1 % eines auf volle 100 € abgerundeten Viertels des Listenpreises. Netto-Belastung im Monat = Rate − (Rate − geldwerter Vorteil) × (Grenzsteuersatz + Sozialabgabensatz). Am Ende steht, wenn gewünscht, der Übernahmepreis; liegt er unter dem steuerlichen Marktwert, wird der Unterschied als geldwerter Vorteil mit einem eigenen Satz belastet. Gesamtkosten = alle Zahlungen + Kapitalkosten − Wert des Rades am Ende. Die Kapitalkosten sind wie beim Auto und bei der Uhr das, was das gebundene Geld im Depot erwirtschaftet hätte, mit derselben Rendite und Steuer wie im Hauskauf-Rechner. Der Barkauf bindet das Geld sofort, das Leasing zahlt monatlich, deshalb sind seine Kapitalkosten niedriger.

  • Rentenlücke: Das beitragspflichtige Brutto sinkt um die Rate abzüglich des geldwerten Vorteils. Daraus folgen Entgeltpunkte (Betrag geteilt durch das Durchschnittsentgelt 2026 von 51.944 €) und mit dem aktuellen Rentenwert von 42,52 € eine Rente pro Monat, dauerhaft. Der Rechner nimmt dafür den Rentenversicherungsanteil von höchstens 9,3 % an den Sozialabgaben und rechnet bei 0 % Sozialabgaben ohne Lücke. Die Summe über die Bezugsdauer ist nicht abgezinst.
  • Kippunkte: Der Rechner nennt den Grenzsteuersatz, den Preisnachlass beim Barkauf, den Übernahmepreis und die Leasingrate, bei denen beide Wege gleich viel kosten.
  • Unsicherheit: Der Preisnachlass beim Barkauf, der Gebrauchtwert des Rades, Versicherung und Wartung sind eigene Annahmen ohne belegten Wert. Der Übernahmepreis hängt vom Anbieter ab und ist in den Quellen widersprüchlich (10 bis 18 %).
  • Nicht modelliert: Vorzeitiges Ende des Vertrags (Arbeitgeberwechsel, Kündigung, Elternzeit, lange Krankheit), Umsatzsteuer, Kirchensteuer, die Auswirkungen auf Krankengeld, Arbeitslosengeld und Elterngeld in Euro, Schäden und Diebstahl, die Staffelung der Sozialabgaben zwischen den Beitragsbemessungsgrenzen (der Regler lässt sich dafür anpassen).

Elterngeld-Rechner (Wasser)

Der Rechner bildet das Elterngeld nach dem BEEG nach und legt einen Plan für beide Eltern über 36 Lebensmonate an. Das Elterngeld-Netto ist eine Näherung (siehe Quellen auf der Seite), die Haushaltsrechnung vergleicht den Plan mit dem Normalfall, in dem beide Vollzeit weiterarbeiten.

  • Elterngeld-Netto: Brutto minus ein Zwölftel von 1.230 €, minus Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer (8 %) aus dem Einkommensteuertarif des Vorjahres der Geburt (2025 oder 2026) mit Vorsorgeabzügen, minus 21 % pauschale Sozialabgaben. Steuerklasse V wird mit der üblichen Näherungsformel gerechnet, III mit dem Splittingtarif.
  • Höhe: Ersatzrate 67 % (bis 100 % unter 1.000 € und bis 65 % über 1.200 €), Netto bis 2.770 € angesetzt, Betrag zwischen 300 € und 1.800 €. Elterngeld Plus ist höchstens die Hälfte, mindestens 150 €.
  • Plan: 12 Basismonate, 2 Partnermonate bei mindestens 2 Monaten des zweiten Elternteils. Plus-Monate und Partnerschaftsbonus mit Teilzeit-Einkommen, Mutterschaftsleistungen in den ersten 2 Lebensmonaten der Mutter als volles Netto.
  • Nicht modelliert: Progressionsvorbehalt, Selbstständigkeit, Minijobs, Einkommen während der Basismonate, Frühgeburten, Faktorverfahren und Freibeträge, die Prüfung der Einkommensgrenze im Detail und die geplante Reform für Geburten ab November 2027.

Kosten eines Kindes (Wasser)

Der Rechner summiert die Kosten pro Lebensjahr von 0 bis 24. Der Alltag folgt dem Mindestbedarf der Düsseldorfer Tabelle (mit einem Regler für den Anspruch), dazu kommen Betreuung, Einmalposten, optionale Extras und ab dem Studienbeginn der Bedarf eines Studierenden mit eigenem Haushalt. Das Kindergeld wird als Abzug gezeigt, für Volljährige nur während des Studiums und vor dem 25. Geburtstag. Mit Inflation steigen Kosten und Kindergeld gleich stark. Nicht enthalten sind Verdienstausfall, Steuervorteile, Versicherungsbeiträge und die Zeit nach dem 24. Lebensjahr.

Anschaffung gegen Pay-per-use (Feuer)

Der Rechner vergleicht eine Anschaffung mit einer Alternative über dieselbe Betrachtungszeit. Bei der Anschaffung zählen Kaufpreis, laufende Kosten und der Restwert am Ende, bei der Alternative Beitrag, Eintritt und Anfahrt pro Nutzung. Beide Wege bekommen Kapitalkosten: Was das Geld im Depot erwirtschaftet hätte, mit der Rendite und Steuer wie bei Auto, Uhr und Dienstrad (eine Monatsrechnung, der Kaufpreis fällt am Anfang an).

  • Break-even: Nutzungen pro Woche, Anschaffungspreis, Betrachtungszeit und Beitrag, bei denen beide Wege gleich viel kosten (Bisektion, Bereich je Größe begrenzt).
  • Verlauf: Die kumulierten Kosten pro Jahr, mit linear fallendem Restwert. Die Linien kreuzen sich am Break-even.
  • Nicht modelliert: Qualitätsunterschiede, Platz, Motivation, Kündigungsfristen und Preissteigerungen.

Kosten pro Stunde Hobby (Feuer)

Der Rechner teilt die Monatskosten durch die Stunden pro Monat. Die Ausrüstung wird linear über ihre Lebensdauer abgeschrieben, dazu kommt die Rendite auf das im Schnitt gebundene Kapital (die Hälfte des Preises). Die Anfahrt zählt pro Besuch, die Wegzeit optional mit deinem Stundenwert. Aus dem Wunschpreis folgt, wie viele Stunden pro Woche du dafür brauchst. Der Preis pro Stunde ist ein Anhaltspunkt und kein Urteil, ob sich ein Hobby lohnt.

Szenariovergleich (Erde)

Der Szenariovergleich rechnet bis zu drei Varianten durch dieselbe Funktion wie Kaufen oder mieten. Pro Szenario sind Kaufpreis, Eigenkapital, Zinssatz, Tilgung, Zinsbindung und Sondertilgung frei, für alle gemeinsam gelten Betrachtungszeit, Kaltmiete, Mietsteigerung, Wertsteigerung, Depot-Rendite, Anschlusszins, Instandhaltung und Gebäudeanteil. Alle übrigen Annahmen entsprechen den Voreinstellungen von Kaufen oder mieten.

  • Kennzahl: Vorsprung des Kaufens = Vermögen Kaufen − Vermögen Mieten nach der Betrachtungszeit. Im Depot-Modell „Differenz anlegen“ legt der Mieter in jedem Monat die Differenz zur Belastung des Käufers an und startet mit dem Eigenkapital im Depot, jedes Szenario hat also einen Mieter mit gleichem Geldeinsatz. Deshalb lassen sich auch unterschiedlich teure Immobilien vergleichen. Die Absolutwerte beim Vermögen sind zwischen den Szenarien nicht direkt vergleichbar.
  • Zinsgrenze: Je Szenario wird der Zins gesucht, bei dem der Vorsprung auf null fällt (Bereich 0 bis 20 %). Gibt es keinen, steht ein Strich.
  • Nicht modelliert: Ein Anschlusszins je Szenario, verschiedene Betrachtungszeiten, Förderdarlehen und mehrere Darlehen.

Quellen und Stand

  • Grunderwerbsteuer: § 11 GrEStG (Grundsatz 3,5 Prozent, die Länder legen eigene Sätze fest).
  • Maklerprovision beim Kauf: § 656c BGB (Teilung der Provision bei Doppeltätigkeit).
  • Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge: § 32d EStG (25 Prozent, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer). Der voreingestellte Satz von 18,5 Prozent ist eine grobe Näherung für ETF-Gewinne nach Teilfreistellung und kann bei dir abweichen.
  • Einlagensicherung: gesetzlich bis 100.000 Euro je Kunde und Bank.
  • Budgetregel 50/30/20: Elizabeth Warren und Amelia Warren Tyagi, „All Your Worth“ (2005). Eine Faustregel, keine Vorgabe.
  • Die Werte im Spinnennetz sind eine begründete Einschätzung, keine Messung. Die Begründung steht jeweils unter dem Diagramm.

Aktualität: Was ich wann prüfe

Zahlen ändern sich, deshalb steht auf jedem Rechner ein Stand. Geplant ist eine Prüfung einmal im Monat: Quellenlinks auf Erreichbarkeit, zeitabhängige Werte gegen die Quelle. Stand aller Rechner: Oktober 2026.

RechnerZeitabhängige WerteStand
Kaufen oder mietenGrunderwerbsteuer je Bundesland, Steuersätze auf KapitalerträgeOktober 2026
Haushalt, Sparen, Tilgen, NotgroschenSparer-Pauschbetrag, Teilfreistellung, Abgeltungsteuer, FaustregelnOktober 2026
AutoADAC-Kosten der Beispielmodelle (Daten April 2026), Strompreis, Kfz-Steuer, E-Auto-Förderung, THG-QuoteOktober 2026
Sparplan für ein KindKindergeld, Tagesgeldzins, Freibeträge, Stand der Frühstart-RenteOktober 2026
Szenariovergleichwie Kaufen oder mietenOktober 2026
ElterngeldHöchst- und Mindestbeträge, Einkommensgrenze, Regeln zu Plus und Bonus, Stand der geplanten Reform, Steuertarif, SozialversicherungswerteOktober 2026
Anschaffung, Kosten pro Stundedurchschnittlicher Studio-Beitrag (Beispielwert)Oktober 2026
Kosten eines KindesBedarfssätze der Düsseldorfer Tabelle, Kindergeld, Statistik der Ausgaben für Kinder (Preisstand 2018)Oktober 2026
DienstradRegel zum geldwerten Vorteil (gilt bis Ende 2030), Übernahmepreise der Anbieter, Beitragssätze und Beitragsbemessungsgrenzen, Rentenwert, DurchschnittsentgeltOktober 2026
UhrenListenpreis der Beispieluhr, Preis der Smartwatch, Software-Support, Service- und Versicherungskosten (Beispielwerte)Oktober 2026

Für die Erreichbarkeit der Quellenlinks liegt dem Seitenpaket ein kleines Skript bei (quellen-check.py). Es ruft jeden Link der Seite ab und meldet Fehler. Ob der Inhalt einer Quelle noch zu der Zahl passt, muss ich weiterhin von Hand prüfen.

Erzählsatz, Szenario und Wasserfall

Der Erzählsatz beschreibt nur, was das Modell ausgerechnet hat: die Summen der Zinsen, Nebenkosten, Instandhaltung und Miete über den Zeitraum, die Wertsteigerung, bei Auto und Uhr die größten Unterschiede der Kostenposten. Er behauptet keine Ursache, die das Modell nicht berechnet. Die Summen im Hauskauf sind nominal, auch wenn die Ansicht „heutige Kaufkraft“ eingestellt ist. Das Szenario A speichert die aktuellen Annahmen und das Ergebnis im Browser, solange die Seite offen ist, und legt sie als gestrichelte Linie unter die aktuelle Rechnung. Der Tacho setzt die monatlichen Wohnkosten ins Verhältnis zum Haushaltsnetto, die Zonen bei 30 und 35 % folgen der Faustregel aus dem Haushaltsrechner.

Stand und Änderungen

Grunderwerbsteuersätze geprüft im Oktober 2026 (Bremen 5,5 % seit 1.7.2025). Prüfe aktuelle Sätze und Konditionen, bevor du entscheidest. Version 2026.10.

  • 2026.10 (Hobby): Kosten pro Stunde Hobby mit Vorlagenauswahl: Gym und Reiten mit Quellen sowie ein freies Hobby. Weitere Vorlagen gibt es bewusst nicht, weil es für sie keine belastbaren Zahlen gibt.
  • 2026.10 (Werk und Haus): Zwei weitere Explosionszeichnungen: Auf der Uhren-Seite der Kraftfluss eines Automatikwerks (Rotor, Federhaus, Räderwerk, Hemmung, Unruh, Platine). Im Hauskauf-Rechner ein Plattenstapel, der die Kosten über die Betrachtungszeit nach Posten zerlegt.
  • 2026.10 (Uhr): Neue Explosionszeichnung auf der Uhren-Seite: eine schematische Taucheruhr mit Automatikwerk in neun Einzelteilen, per Regler zerlegt und zusammengesetzt, mit Erklärungen zu Lünette, Komplikation, Kaliber, Hemmung und mehr.
  • 2026.10 (Leidenschaft): Zwei neue Rechner unter Feuer: Lohnt sich die Anschaffung? (Eigenanschaffung gegen Mitgliedschaft oder Eintritt mit Break-even) und Was kostet eine Stunde Hobby? (voreingestellt Gym).
  • 2026.10 (Familie): Zwei neue Rechner unter Wasser: Elterngeld mit Plan für beide Eltern (Basis, Plus, Partnerschaftsbonus, Lücke zum bisherigen Netto) und Kosten eines Kindes von der Geburt bis 25 mit Betreuung, Studium und Kindergeld.
  • 2026.10 (Szenarien): Neuer Rechner unter Erde: bis zu drei Szenarien (Zins, Kaufpreis, Eigenkapital, Tilgung) nebeneinander mit Vorsprung gegenüber dem Mieten, Verlauf, Detailtabelle und der Zinsgrenze je Szenario.
  • 2026.10 (Instandhaltung): Der Prozentsatz bezieht sich jetzt auf den Gebäudewert, mit einstellbarem Gebäudeanteil am Kaufpreis (voreingestellt 75 %) und einem Hinweis in Euro pro Jahr und Monat. Die Voreinstellung von 1,3 % entspricht etwa 0,975 % vom Gesamtwert, vorher waren es 1,0 %. Alte Teilen-Links rechnen weiter mit dem alten Verfahren (Gebäudeanteil 100 %).
  • 2026.10 (Dienstrad): Neuer Rechner unter Luft: Dienstradleasing per Gehaltsumwandlung gegen Barkauf mit Steuer, Sozialabgaben, Übernahmepreis, entgangener Rendite, Rentenlücke, Kippunkten und Quellen je Annahme.
  • 2026.10 (Darstellung): Erzählsatz zu jedem Ergebnis, Szenario A zum Vergleich im Hauskauf, Wohnkosten-Tacho, Kosten-Wasserfall bei Auto und Uhr, Altersmarken im Kinder-Sparplan, Jahr-Regler in den Verlaufsdiagrammen, mehrere Kinder mit Kindergeld, ein paar kleine Überraschungen.
  • 2026.10 (Wasser, Feuer): Kinder-Sparplan mit Steuer, Teilfreistellung, Inflation, Kindergeld als Rate und den Kosten des Wartens. Uhren-Rechner mit Kosten pro Jahr und pro Tragetag, Break-even der Wertentwicklung und Quellen je Annahme. Außerdem: eigene Vorschaubilder je Bereich.
  • 2026.10 (Luft): Auto-Rechner mit Vergleich zweier Fahrzeuge (Benzin, Diesel, Hybrid, Elektro) bei Kauf, Finanzierung, Leasing und Abo, Kosten pro 100 km, Förderung, Kfz-Steuer, Break-even und Quellen je Annahme. Außerdem: Sparer-Pauschbetrag, Detailgrad in drei Stufen, Mehrseiten-Struktur.
  • 2026.10: Rechner-Seite (Sparplan, Tilgungsplan, Notgroschen), Sondertilgung, Sanierung, Zinsstresstest, Brücke vom Haushalt zum Hauskauf, Begründungen im Spinnennetz, Baby-Modus, automatische Tests.
  • 2026.09: Dunkelmodus, Steuer auf Depotgewinne, Verkaufskosten, Kaufkraft-Ansicht, Ergebnisbild, Kipppunkte.