Geldanlage, einfach erklärt.

Die wichtigsten Begriffe in wenigen Sätzen. Allgemeine Information, keine Anlageberatung und keine Empfehlung für konkrete Produkte.

Anlageformen im Vergleich

Schalte Formen ein und aus. Die Werte sind eine vereinfachte, subjektive Einordnung von 1 bis 7. Auf jeder Achse ist 7 von 7 die beste Ausprägung und 1 die schwächste. Sie sind keine Messwerte und gelten nicht für jeden Einzelfall.

Aktie

Eine Aktie ist ein Anteil an einem Unternehmen. Du verdienst über Kursgewinne und über Dividenden, also Gewinnausschüttungen. Verliert das Unternehmen an Wert, verlierst du mit. Im Extremfall ist das Geld ganz weg.

ETF

Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein an der Börse gehandelter Fonds, der einen Index wie den MSCI World einfach nachbildet. Mit einem Kauf besitzt du kleine Anteile an vielen Unternehmen. Niemand wählt aktiv Aktien aus, deshalb sind die laufenden Kosten (TER) meist niedrig, oft zwischen 0,1 und 0,3 % pro Jahr.

Einzelaktie oder ETF?

Einzelaktie: Du kannst auf einzelne Unternehmen setzen, trägst aber das volle Einzelrisiko und brauchst Zeit für Analyse und Beobachtung. Studien zeigen, dass es nur wenigen dauerhaft gelingt, den Markt zu schlagen.

ETF: Breite Streuung, wenig Aufwand und niedrige Kosten. Du bekommst die Marktrendite abzüglich Kosten, mehr nicht, aber auch kein Einzelrisiko. Beides lässt sich kombinieren. Das Netzdiagramm oben zeigt die Unterschiede.

Buy and Hold

Kaufen und langfristig halten, statt häufig zu handeln. Die Idee: Niemand kann den besten Zeitpunkt zuverlässig vorhersagen, und jeder Kauf und Verkauf kostet Gebühren und löst Steuern aus. Die Herausforderung ist, in Krisen durchzuhalten, statt bei fallenden Kursen zu verkaufen.

Sparplan und Durchschnittskosteneffekt

Beim Sparplan investierst du jeden Monat einen festen Betrag. Bei niedrigen Kursen bekommst du mehr Anteile, bei hohen weniger, der durchschnittliche Einstandspreis glättet sich. Das garantiert keine bessere Rendite, macht das Investieren aber regelmäßig und unabhängig von Börsenstimmungen.

Zinseszins

Erträge werden wieder angelegt und erzeugen selbst Erträge. Das wirkt über lange Zeit stark. Ein Rechenbeispiel zur Veranschaulichung: 200 € monatlich bei konstant 5 % pro Jahr ergeben nach 30 Jahren rund 163.000 €, obwohl du nur 72.000 € eingezahlt hast. Echte Renditen schwanken und sind nicht garantiert.

Diversifikation (Streuung)

Nicht alles auf eine Karte setzen: über viele Unternehmen, Branchen und Länder verteilen. Das senkt das Risiko einzelner Pleiten. Das allgemeine Marktrisiko bleibt aber bestehen.

Rendite, Risiko und Schwankung

Wer mehr Rendite erwartet, muss meist größere Schwankungen aushalten. Breite Aktienmärkte haben in Krisen zeitweise zwischen 30 und über 50 % verloren. Ein Verlust auf dem Papier wird erst real, wenn du verkaufst. Je länger dein Zeithorizont, desto mehr Zeit hat der Markt, sich zu erholen. Garantiert ist das nicht.

Inflation: nominal und real

Inflation lässt dein Geld an Kaufkraft verlieren. Ein Konto mit 2 % Zinsen bei 3 % Inflation verliert real an Wert. Nominal heißt: in Euro-Zahlen. Real heißt: um die Inflation bereinigt. Die Rechner auf dieser Seite arbeiten nominal.

Kosten

Kosten drücken die Rendite. Dazu zählen laufende Fondskosten (TER), Orderkosten beim Kauf und Verkauf, der Spread (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs) und mögliche Depotgebühren. Ein Prozentpunkt mehr pro Jahr kann über 30 Jahre grob ein Viertel des Endwerts kosten.

Thesaurierend oder ausschüttend

Thesaurierende Fonds legen Erträge automatisch wieder an. Ausschüttende zahlen sie dir aus. Auf Erträge fallen in beiden Fällen Steuern an, nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Für den Zinseszins-Effekt ist Wiederanlegen bequemer.

Steuern auf Kapitalerträge (Deutschland)

Gewinne und Erträge werden mit 25 % Abgeltungsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % darauf) und gegebenenfalls Kirchensteuer besteuert. Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 € pro Person und Jahr (2.000 € bei Zusammenveranlagung). Bei Aktienfonds sind 30 % der Erträge steuerfrei (Teilfreistellung). Dazu kommt bei Fonds die Vorabpauschale. Steuerregeln ändern sich, prüfe sie vor einer Entscheidung aktuell, zum Beispiel beim Bundesfinanzministerium oder mit einer Steuerberatung.

Notgroschen (Puffer)

Ein Puffer auf dem Tagesgeldkonto, meist drei bis sechs Monatsausgaben als Faustregel, damit du bei Reparaturen oder Jobverlust nicht Aktien in einer Krise verkaufen musst. Er kommt üblicherweise vor dem Investieren.

Stand der Steuerangaben: 2026. Alle Inhalte sind vereinfachte allgemeine Informationen ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzen weder Beratung noch eigene Recherche.